Neue Ideen für die Seniorenbetreuung

Neue Ideen für die Betreuungsarbeit

Sie arbeiten in der Seniorenbetreuung? Sie betreuen einen Angehörigen? Sie suchen Ideen und Tipps für die Betreuung von Senioren mit und ohne Demenz? Hier finden Sie Anleitungen, Erfahrungsberichte, Anregungen und viel Material für die Praxis.

Altbekannte Gedichte, Lieder, Zitate - alles jahreszeitlich passend - werden ergänzt durch Quiz-Ideen und Buchempfehlungen.

Entdecken Sie hilfreiche Materialien und werden Sie aktiv mit Senioren!

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Demenz-Zitat des Monats

„Ich spüle jetzt immer mit der
Hand ab, weil ich dann noch
was zum Richtig-Machen hab.“
Aussage einer Frau mit Demenz

Zahngesundheit und Demenz

Was haben gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch mit Demenz zu tun? Wo Laien auf den ersten Blick keinen Zusammenhang sehen können, haben Wissenschaftler geforscht. Studien zeigen, dass beispielsweise Parodontose-Erreger eindeutig zu einem höheren Demenzrisiko und auch zu einem höheren Sterberisiko beitragen. Umgekehrt führt eine Demenz dazu, dass die Mundhygiene vergessen und vernachlässigt wird. Daher möchten wir zu diesem Thema auf eine aktuelle Veröffentlichung der Plattform digiDem hinweisen. Folgen Sie einfach dem Link unten.

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 Kalender nutzen für die Betreuungsarbeit
Acht bunte Ideen für die Arbeit mit Senioren
Das Jahr neigt sich schon wieder dem Ende zu. An Neujahr werden überall neue Kalender aufgehängt. Die alten Kalender wandern ins Altpapier. Aber halt! Alte Kalender können Sie vielfältig nutzen für die Betreuungsarbeit mit Senioren! Am besten fragen Sie jetzt schon bei Ihren Verwandten, Freunden und Kolleginnen an. So bekommen Sie recht einfach viele verschiedene Kalender zusammen. Es sollte sich am besten um großformatige Kalender handeln ...

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Sundowning - was ist das?

Viele Menschen mit Alzheimer-Demenz sind betroffen

Die Alzheimer-Erkrankung wirkt sich vielfältig auf die Betroffenen aus. Manchmal entwickelt sich eine Tag-Nacht-Umkehr, manchmal Schlafstörungen. Der Begriff „Sundowning“ beschreibt ein ähnliches Phänomen. Es liegen Schätzungen vor, nach denen bis zu 25% der Menschen mit Alzheimer-Demenz im Laufe des Fortschreitens der Demenz davon betroffen sind ...

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Liebe im Alter und bei Demenz

"Küssen könnte man öfter"
Ruth und Hans-Ulrich aus Weimar sind seit über 60 Jahren ein Ehepaar und haben sich ihre Liebe und Zärtlichkeit füreinander bis heute bewahrt. Seit einiger Zeit hat sich bei Ruth eine Demenz eingestellt und sie musste in ein Pflegeheim einziehen. Ulrich besucht seine Frau jeden Tag. Beide genießen Zärtlichkeit und Zuwendung. Mal ein kleiner Kuss, mal eine sanfte Berührung. Wie bewahrt man sich die Liebe im Alter und bei Krankheit? Ein bewegender Podcast zu diesem Thema wird derzeit vom Deutschlandfunk zur Verfügung gestellt. Meine Empfehlung: Hören sie doch mal rein! Als Betreuungskraft lernen Sie dabei auch viel über Biografien alter Menschen in Deutschland. Einfach auf den Link klicken.

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Für die Inhalte verlinkter Seiten ist ausschließlich deren Anbieter verantwortlich. Foto: Beispielbild.

Mutti ins Pflegeheim? Das kann ich doch nicht machen!

Es gibt Grenzen für die Pflege zuhause
„Ich kann doch meine Mutter nicht ins Pflegeheim stecken!“ sagt die verzweifelte Tochter, die schon seit Jahren ihre Mutter zuhause pflegt. Geduldig, liebevoll und aus ehrlicher Wertschätzung für ihre Mutter hat sie damals die Pflege übernommen. Doch nun wird es immer anstrengender, denn die Demenzerkrankung der Mutter schreitet fort. Die Tochter ist nach so langer Pflegezeit ausgelaugt ...

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Nahrung für das Herz

Menschen mit Demenz brauchen täglich Herzensnahrung


Vom Schriftsteller Rainer Maria Rilke gibt es eine Geschichte aus der
Zeit seines Aufenthaltes in Paris. Gemeinsam mit einer französischen Begleiterin kam er immer um die Mittagszeit an einem Platz vorbei, an dem eine alte Frau sass, die um Geld bettelte. Ohne zu irgendeinem Geber je aufzusehen, ohne irgendein Zeichen des Bittens oder Dankens zu äussern, als nur immer die Hand auszustrecken, sass die Frau stets am gleichen Ort. Rilke gab nie etwas, seine Begleiterin gab häufig ein Geldstück. Eines Tages fragte die Französin verwundert nach dem Grund, warum er nichts gebe, und Rilke gab ihr zur Antwort: “Wir müssten ihrem Herzen schenken, nicht ihrer Hand.” Wenige Tage später ...

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„Ich muss jetzt nach Hause!“

Was bedeutet diese Aussage und wie können wir damit umgehen?

Wenn ein Mensch mit Demenz uns sagt, er müsse nun nach Hause, dann macht uns das manchmal unsicher. Wie sollen wir darauf reagieren? Soll man die Aussage wörtlich verstehen? Oder steckt etwas anderes dahinter? Die zwei häufigsten Reaktionen seitens der Betreuungskräfte oder auch der Angehörigen sind leider nicht hilfreich ...

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Kommunikation bei Demenz

Kostenloser Online-Vortrag für Angehörige und Betreuungskräfte

Was tun, wenn ein Mensch mit Demenz uns beschuldigt, etwas gestohlen zu haben? Was tun und wie reagieren, wenn ein Mensch mit Demenz auf einer Geschichte beharrt, die so nicht stattgefunden haben kann? In der Kommunikation mit dementen Menschen kann man viele Fehler machen. Auf häufige Fehler und wie man es besser machen kann, weist ein ca. 30-minütiger Online-Vortrag hin, den das Netzwerk digidem Bayern kostenlos anbietet. Frau Prof. Dr. Gabriele Wilz gestaltet den Vortrag lebensnah und anschaulich. Der sehr interessante Vortrag ist für Angehörige und auch für Betreuungskräfte geeignet. Einfach auf den folgenden Link klicken:

Vortrag Kommunikation



Wenn Sie mit dem Link nicht weiterkommen, gehen Sie auf die Seite

https://digidem-bayern.de/ und finden Sie dort den Vortrag unter "Webinare"

Biografische Sinnesanregungen für Männer

Herausforderungen mit männlichen Bewohnern

Viele Betreuungskräfte finden es schwierig, Aktivitäten speziell für Männer zu planen. Das gilt besonders für männerzentrierte Gruppen oder Einzelbetreuungen im Bereich der sensorischen Stimulation. Es ist eine herausfordernde Aufgabe, auch die Männer gut einzubinden ...

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"Du" oder "Sie" -

wie spricht man Senioren an?

Guten Morgen, Herr Engelke!“ begrüße ich einen Bewohner, als ich sein Zimmer betrete. „Ich bin der Toni – zu mir brauchst Du nicht „Herr Engelke“ sagen!“ entgegnet der fast 90-jährige Mann. Darf ich ihn nun einfach duzen? Oder sollte ich es sogar unbedingt? Oder verbietet es sich grundsätzlich?

„Du“ oder „Sie“? Eine immer wieder auftauchende Frage in Pflege- und Betreuungseinrichtungen und ein immer wieder diskutiertes Thema. Dieses umstrittene Thema soll hier einmal näher beleuchtet werden ...

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Der Wunsch nach Berührung

Am Anfang des Lebens und am Ende auch

Autorin: Annette Berggötz

Gerade im Alter ist „Berührt-zu-werden“ ein wichtiges Bindeglied zum Leben. Und ebenso wie Musik hören oder das Schnuppern an Gartenkräutern kann eine achtsame Berührung als Brücke genutzt werden. Achtsam klärt sie Fragen wie: Wo darf berührt werden, an Händen, Armen, Kopf? Wie lange darf berührt werden? Womit darf berührt werden, mit Öl oder Lotion? Wie darf berührt werden, in weicher oder fester Streichung? Und so ist eine Berührung immer eine ganz besondere Begegnung im Austausch mit dem Gegenüber. Hier wird nicht am Menschen berührt, sondern mit ihm.

Die alte Dame von nebenan, seit Jahren ist sie verwitwet und lebt allein. Die Erinnerung an ihre Ehe erfüllt sie noch nachhaltig mit Wehmut und Dankbarkeit. Sie vermisst ihren Mann, seine Gegenwart, die zahlreichen Gespräche. Aber ganz besonders vermisst sie seine Nähe, seine Berührungen ...

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Einsamkeit mit und ohne Corona

Bei einer Umfrage unter hochbetagten Menschen über 85 Jahre gaben fast 40% an, sich häufig einsam zu fühlen. Sozialwissenschaftler verstehen unter Einsamkeit einen Mangel an authentischen, bedeutsamen, wertschätzenden Beziehungen. Die Betroffenen fühlen sich unglücklich und sind zutiefst unzufrieden über die Situation. Fehlen über längere Zeit ausreichende und authentische soziale Kontakte, dann entsteht Isolation und chronische Einsamkeit. Corona hat auch so manchen jüngeren Menschen diese Erfahrung gebracht.

Wie ist die Situation in Pflegeheimen und im häuslichen Bereich? Was können Betreuungskräfte tun? ...

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Geben und Nehmen

Sie sind eigentlich erschöpft, aber wenn Sie gefragt werden, ob Sie für eine erkrankte Kollegin einspringen können, sagen Sie trotzdem „Ja“? Sie können nachts nicht gut schlafen? Sie können mit niemandem über belastende berufliche Situationen sprechen? Sie haben das Gefühl, es gibt nur noch Arbeit, Essen, Schlafen? Sie können sich nicht erinnern, wann Sie zuletzt etwas gemacht haben, was sie persönlich als wohltuend, ja vielleicht sogar als kleinen Luxus erlebt haben?

Im Bereich der Seniorenhilfe und des Gesundheitswesens arbeiten sehr viele Menschen, die gerne anderen helfen. Sie haben Freude daran, etwas zu geben. Es ist auch nichts Verwerfliches daran, sich an der Dankbarkeit und dem Wohlergehen Anderer mitzufreuen. Dies ist für viele Pflege- und Betreuungskräfte ein wichtiger Faktor ihrer Arbeitszufriedenheit.

Die Gefahr lauert darin, dass die Balance zwischen Geben und Nehmen aus dem Gleichgewicht gerät. Wer immer nur gibt und dabei seine eigenen Bedürfnisse immer hinten anstellt ...

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Wo kann ich als

Betreuungsassistent/in arbeiten?

Welche Betätigungsfelder gibt es für ausgebildete

Betreuungsassistenten nach § 43b SGB XI ?

Das klassische Einsatzgebiet für ausgebildete Betreuungsassistenten sind Altenpflegeheime bzw. Seniorenresidenzen. Diese stationären Einrichtungen sind gesetzlich verpflichtet, sogenannte „zusätzliche Betreuungskräfte“ einzusetzen. Pro 25 Heimbewohner muss eine Vollzeit-Betreuungskraft vorgehalten werden (oder natürlich zwei Halbtagskräfte). Bei dieser Berechnung werden Kurzzeitpflegeplätze nicht mitgezählt.

Da viele Pflegeheime gerne Halbtagsstellen für Betreuungskräfte anbieten, könnte eine Beispielrechnung so aussehen: Ein Pflegeheim mit 100 Bewohnern beschäftigt 8 Halbtagskräfte für die Betreuung und erfüllt damit sein „Soll“. Zusätzlich zu diesem Stellenschlüssel gibt es einen gesonderten Schlüssel für gerontopsychiatrische Fachkräfte, die oft die Teams der zusätzlichen Betreuung leiten.

Nicht so bekannt ist, dass ausgebildeten Betreuungsassistenten neben den klassischen Seniorenheimen noch viele weitere Arbeitsmöglichkeiten offen stehen. Hier ein paar Beispiele: ...

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Alle Sinne anregen

„Erzähl mir und ich vergesse.

Zeige mir und ich erinnere mich.

Lasse mich tun und ich verstehe.“  Konfuzius

Wenn wir mit Senioren die Tür zu wohltuenden Erinnerungen öffnen wollen, brauchen wir die richtigen Schlüssel. Worte allein verlieren mit zunehmender Demenz immer mehr ihre Bedeutung. Bilder von früher Erlebtem bleiben im Zweidimensionalen. Gegenstände, die im wahrsten Sinne „begreifbar“ sind, stellen starke Schlüssel zu den Erinnerungen dar. Vertraute Gerüche oder Geräusche sprechen mehr das Herz an und damit die vertrauten Emotionen ...

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Surfen mit Senioren

Die hochbetagte Frau Markert* staunt: „Ja – das ist das Backhaus, wo ich früher immer mein Brot gebacken hab! Das ist gleich um die Ecke vom Schultheiss!“ Frau Markert befindet sich in einem fortgeschrittenen Stadium der Demenz und hat seit Monaten sehr große Wortfindungsstörungen. Selten sagt sie mehr als ein „Ja“ oder „Nein“ oder vielleicht einmal ein einzelnes anderes Wort. Nun spricht sie unvermittelt in ganzen, langen, sinnvollen Sätzen! Mit großen Augen betrachtet Frau Markert das Foto auf dem Laptop, das ein Gebäude aus ihrem Heimatdorf zeigt ...

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Betreuen ohne Beschämen

Senioren und Betreuende leiden unter Scham und Schamangst

Scham

Im Biografieblatt von Herrn Malchik* steht die Notiz: „Laut Aussage seiner Ehefrau singt er sehr gerne Volkslieder“. Aber wenn eine Mitarbeiterin des Betreuungsteams Herrn Malchik zum wöchentlichen Singkreis einlädt, kommt immer die gleiche Antwort: „Ach – heute nicht. Danke!“

Auch auf vielfaches Nachfragen möchte Herr Malchik keinen Grund für seine ablehnende Haltung nennen. Wenn man ihn mit Fragen zu diesem Thema bedrängt, wird er schnell sauer und verlangt laut, „in Ruhe gelassen“ zu werden.

Das Betreuungsteam rätselt über dieses Verhalten. Es scheint derzeit keine andere Möglichkeit zu geben, als Herrn Malchik in Einzelbetreuung in seinem Zimmer zu betreuen. Schon das Verlassen seines Zimmers verweigert er meistens, obwohl er noch gut gehfähig ist ...

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So erreichen Sie mehr Senioren für Gruppen-Aktivitäten

Sie haben eine Gruppen-Aktivität mit viel Engagement und Ideenreichtum vorbereitet. Doch dann sagen viele Seniorinnen und Senioren kurz vor Beginn ab. Am Ende führen Sie die Aktivitätsrunde mit wenigen Seniorinnen durch, aber in der kleinen Runde kommt wenig Gruppendynamik auf. Das ist eine frustrierende Erfahrung, die sie mit den folgenden Methoden vielleicht zukünftig vermeiden können ...                                                                                                                                                                                               Foto: www.gesellschaftsbilder.de/media/category/94 Fotograf: Andi Weiland

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So gelingt Kommunikation mit alten Menschen - Teil 1

Gute Begegnung zwischen Menschen setzt immer Selbstbestimmung, Augenhöhe, Respekt und Freundlichkeit voraus. Diese Grundhaltungen gelten für jede Begegnung und Kommunikation – unabhängig von Alter oder Gesundheitszustand.  Trotz bester Absichten von Pflegenden und Betreuungskräften tun sich aber immer wieder Gräben auf, die es zu überwinden gilt, wenn Kommunikation zwischen jung und alt gelingen soll. Die häufigsten Kommunikations-Hemmnisse zwischen jung und alt, gesund und krank, betreuend oder betreut möchte ich hier beschreiben. Wege zur Überwindung dieser Hürden sollen hier ebenfalls aufgezeigt werden ...

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Schwerhörigkeit fördert Demenz

Mehrere wissenschaftliche Studien belegen den Zusammenhang zwischen einer unbehandelten Schwerhörigkeit und einem höheren Risiko, an Demenz zu erkranken. Autralische Wissenschaftler untersuchten dazu 38.000 Senioren. Das Ergebnis ist eindeutig: Wer seine Hörprobleme nicht durch ein Hörgerät ausgleicht, hat ein um 49% höheres Risiko, eine Demenz zu entwickeln! Eine weitere Studie hat aufgezeigt, dass schon eine geringfügige Schwerhörigkeit das Demenz-Risiko eindeutig steigert. Die Forscher vermuten: Dem schwerhörigen Menschen gehen – ohne dass er es bemerkt – viele alltägliche akustische Reize verloren. Dadurch erhält das Gehirn weniger „Input“ und baut unbemerkt ab.

Angehörige und Betreuungspersonen sollten also unbedingt darauf achten, dass ältere Menschen einen HNO-Arzt aufsuchen, sobald die ersten Hörprobleme auftauchen ...

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Frau Müller macht bei der Gymnastik nicht mit

Vom Umgang mit Hörgeräten und Brillen

Wenn Frau Müller heute nicht auf Ihre Ansagen bei der Gymnastikrunde reagiert, dann kann das viele Ursachen haben. Es könnte z.B. daran liegen, dass Frau Müller heute schlecht sieht oder schlecht hört. Trägt Frau Müller ihr Hörgerät? Hat Sie ihre Brille auf der Nase? Ist das Hörgerät überhaupt eingeschaltet? Ist die Brille sauber? Oder überzieht ein Schleier von Marmelade vom Frühstück die Brille?

Wer nicht ausreichend hören oder sehen kann, der kann weder mit Ihnen kommunizieren noch Freude an einem Beschäftigungsangebot haben ...

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